DEIN RECHT IST MEIN JOB
STRAFJURIST, bundesweite Strafverteidigung
An dieser Stelle berichtete Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Werner Siebers über Strafprozesse, über das Umfeld der Strafjustiz, was sonst noch so auffällt und macht Eigenwerbung. Jetzt zu erreichen unter http://ungereimtheiten.wordpress.com
Erachtet das Gericht oder der Vorsitzende, dessen Entscheidung angefochten wird, die Beschwerde für begründet, so haben sie ihr abzuhelfen; andernfalls ist die Beschwerde sofort, spätestens vor Ablauf von drei Tagen, dem Beschwerdegericht vorzulegen.Man wird sich nicht darüber streiten können, dass das Wort "ist" die Vermutung zulässt, dass damit eine "Muss-Vorschrift" und keine "Soll-Vorschrift" vorliegt. Auch kann man eigentlich nicht darüber streiten, dass die Auslegung "contra legem" von Verfahrensvorschriften, insbesondere der StPO, unzulässig ist.
Verteidiger sollten die Einhaltung dieser Frist anmahnen und Verletzungen als rechtswidrig beanstanden.
Es klingt wie eine der typischen Wulff-Episoden nach dem Motto: "War was?". Ungeachtet des üblichen Verfahrens hat Ex-BundespräsidentChristian Wulff nämlich in seiner Amtszeit ein Preisgeld von 10.000 Euro erhalten und nicht gestiftet. Statt dessen zahlte er es laut einem Bericht des "Spiegel" auf sein Privatkonto ein. Nach Anfrage eines Staatsanwalts spendete er das Geld schnell doch noch.Wie das Magazin am Sonntag vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete, stieß die Staatsanwaltschaft Hannover bei ihren Finanzermittlungen auf das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, das Wulff im Herbst 2011 bei der Auszeichnung mit dem Leo-Baeck-Preis vom Zentralrat der Juden erhalten hatte.
Die Behörde prüfe, "ob aufgrund der Verwendung des Preisgeldes ein strafprozessualer Anfangsverdacht besteht", zitierte der "Spiegel" einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwar gibt es keine rechtlich verpflichtende Regelung für das Staatsoberhaupt; es gehört aber zum guten Ton für Bundesminister und Bundespräsidenten, Preisgelder gleich zu stiften.
"Nachdem mir durch die Leitstelle Y. mitgeteilt wurde, dass für Frau X. kein Eintrag im POLAS System bestehe, stieg ich aus dem Fahrzeug und ging zu ihr.Ich biete dem PK die Frührente an, damit er zukünftig nicht mehr dermaßen unverschämt mit den Beschuldigtenrechten umgeht und gefälligst nicht erst belehrt, wenn alle Messen gesungen sind.
Hier befragte ich Frau X., ob sie vor Fahrtantritt Alkohol bzw. Drogen konsumiert hat. Frau X. verneinte dies sofort. Nun fragte ich Frau X., ob sie mit einem Drogenvortest einverstanden ist. Diesem stimmte sie zu.
Bei dem Drogenvortest stellte ich einen Tremor im Oberschenkel, Augenschlagen und gerötete wässrige Skleren fest.
Auf erneutes Fragen gab Frau X. nun an, dass sie vor geraumer Zeit Cannabis konsumiert habe. Diese geraume Zeit verringerte sich nach mehrmaligem Nachfragen auf einen Konsum vor 3 Wochen.
Nun belehrte ich Frau X. im Status einer Beschuldigten und bot ihr einen freiwilligen Urintest an."
Der WDR filmte die Szene und zeigte sie in der »Aktuellen Stunde«. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen hatten der Sender und mehrere Zeitungen den Tipp bekommen, den Prozess zu besuchen, weil sich dort etwas ereignen würde. Verteidiger Jens Meggers sagte, er wisse zwar nicht, wer die Medien informiert habe, aber ihm erscheine die Festnahme seines Mandanten »von vorne bis hinten inszeniert«.Quelle: Westfalen-Blatt
Was wiederum auch dumm ist, denn vorführen kann sich Matthäus selbst am besten. Der einsame Höhepunkt der Sendung ist denn auch erreicht, als die Kamera dem Mann dabei über die Schulter schaut, wie er seine Einkäufe akkurat in den Kühlschrank packt.
Die simple Frage, nach welchem System er das tut, beantwortet Matthäus mit einem Monolog von bizarrer Schönheit, der hier im Wortlaut und ungekürzt wiedergegeben werden soll: "Linien sind immer wichtig für mich. Auch der Fußballplatz besteht ja eigentlich zum größten Teil auf...aus Linien. Es gibt zwei Halbkreise und einen ganzen Kreis, und sonst ist alles Linien. Und irgendwo ist das wahrscheinlich so'n bisschen, ja, hier oben im Kopf drinnen, alles auf Linien auszurichten, aber okay. Ab und zu darf auch mal was anders stehen, also so ist es nicht. Weil, man kann ja keinen Kreis als Linie hinstellen. Aber Kreise hintereinander kann man wieder als Linie hinstellen. Sagen wir mal so: Wenn ich jetzt wirklich weiß, das sind die gleichen Joghurts, und das eine läuft zwei Wochen früher ab, dann stell ich das natürlich nach vorne. Aber wenn was verfallen ist, schmeiß ich's auch weg. Aber das ist eben im Supermarkt auch genauso. Im Supermarkt greift man am besten nach hinten, dann hat man das Joghurt in der Hand, das länger Haltbarkeit hat. Also, das ist eigentlich schon ganz normal. Ich glaube, das machen viele so. Ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin, weil jeder will ja wissen, was im Kühlschrank steht. Und wenn ich weiß, was vorne steht, steht auch der hintere. Dann habe ich eine Übersicht. Übersicht ist mir wichtig, wie eben auch bei meinem Sport. Ich habe auch als Spielgestalter, als Mittelfeldspieler, als Antreiber hab ich ja auch eine gewisse Übersicht gehabt über das ganze Feld. Beim Autofahren hab ich auch eine Übersicht über den Straßenverkehr. Ich schau nicht nur das nächste Auto an, sondern ich möchte wissen: Was passiert vor dem Auto, das vor mir fährt? Weil: Dort kann ja was passieren, dass er vielleicht bremst. Der bremst ja nicht, wenn vorne nichts ist. Und deswegen ist es für mich schon wichtig, dass ich so 'ne Übersicht habe. Und die schaffe ich mir natürlich mit einer gewissen Ordnung. Und diese Ordnung habe ich im Kühlschrank".
Leider nicht im Oberstübchen.