09 Juni 2012

Garantierter Mandantenzuwachs

Lieber Mandant,

der DeutscheAnwaltVerein ( DAV ) sagt mir, dass Du jetzt deshalb zu mir kommst, weil Du


angesehen hast.

Immerhin sind für den Spot ganz viele Mitgliedsbeiträge ausgegeben worden. Also muss es doch wirken, beweise es mir, komm vorbei und sage uns, dass Du ohne diesen Spot nicht gekommen wärst.

Der Kollege Carsten R. Hoenig hat den Spot -glaube ich- auch nicht so richtig verstanden, oder?


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08 Juni 2012

Die einen sagen Entwicklungsminister, die anderen sagen das Teppichluder

Als Entwicklungsminister muss man entwickeln, z.B. Strategien, wie man Teppiche ins Land schmuggelt. Nur erwischen lassen ist blöd. Mal schauen, wie das Strafverfahren ausgeht oder ob da etwas unter den Afghanen gekehrt wird.


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Entwicklungsminister Dirk Niebel wegen eines eingeführten Teppichs aus Afghanistan gerügt.
Sie erwarte, dass der Minister seine Versäumnisse "so schnell und so vollständig wie möglich" nachhole, teilte ihr Sprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin auf der Regierungspressekonferenz mit. Kritik kam auch von der Opposition. "Kein deutscher Minister hat sein Amt jemals so schamlos missbraucht wie Dirk Niebel", erklärte der SPD-Entwicklungspolitiker Sascha Raabe.
"Wie sollen wir glaubhaft gegenüber unseren Partnerländern gute Regierungsführung einfordern, wenn sich ausgerechnet der dafür zuständige Entwicklungsminister wie ein Autokrat aufführt", fragte Raabe. Niebel hatte den Teppich privat in Kabul erworben und im Dienstjet nach Deutschland überführen lassen, ohne die Ware dem Zoll vorzulegen.
Quelle: newsticker



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07 Juni 2012

Zensursula von der LaLa im Drogenrausch?


Sie hatte schon immer richtig gute Ideen, um als Beispiel für die Frage: "Wie disqualifiziere ich mich selbst?" herzuhalten. Das hat sie immer gut gemacht.

Und nun hat sie wieder einen aus dem nicht getragenen Hut, den man vor ihr sicher auch nicht ziehen kann, gezaubert.

Schlecker-Frauen/Männer werden im Crash-Kurs zu Erziehern umerzogen. Klasse! Die bisherige Ausbildung von Erziehern war schon aufwendig, dauerte Jahre, geplant war/ist, dass Zugangsvoraussetzung für den Beruf ein Studium sein soll.

Jetzt aber wird der Zugang doch nochmals deutlich erschwert: Man muss bei Schlecker gewesen sein, um dann, wie selbstverständlich, als Erzieher geeignet zu sein.

Mehr als treffend kommentiert bei der Süddeutschen:


Ringelreihen in der Schlecker-Kita
Die Not muss groß sein. Sonst würden von der Leyen und Schröder nicht erst nach den Hartz-IV- jetzt auch die Schleckerfrauen zu Erzieherinnen umschulen wollen. Dolle Idee! Vielleicht sollten die beiden Ministerinnen mit gutem Beispiel vorangehen. Die Agentur für Arbeit hält sicher ein paar interessante Angebote für sie parat.

Lesenswert!


Und wenn Frau Minister Schröder behauptet, sie würde ihr Kind in so eine verschleckerte Kita schicken, dann weiss ich, wie sie aussieht:




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Das Landgericht Leipzig durch das Auge von Rechtsanwalt S. ( Strafverteidiger Strafrecht )

Das Landgericht Leipzig, ein mittelprächtig imposantes Gebäude in einer an sich ganz schönen Stadt. Nur zuhören fällt mir bei den Einheimischen schwer.




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Bahn schwenkt auf die Straße um

Liegt es am maroden Streckennetz, an den ewigen Verspätungen und Unzuverlässigkeiten, oder an Wolfsburg, das von den ICEs immer vergessen wird? Man weiss es nicht so genau.

Jedenfalls gibt es offenbar eine Tendenz zur Straße, weg von der Schiene hin zum Asphalt.


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06 Juni 2012

Heitere Berufe

Der Zeuge wurde aus dem Keller vorgeführt, weil er zur Zeit eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hat.

Das Gericht fragt ihn nach seinen Personalien, dann kommt die Frage:

Beruf? 

 Die umwerfende, ernstgemeinte!, Antwort: Inhaftiert




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Dauerbeziehung

Der Herr Staatsanwalt ist dem Angeklagten in seinem Berufsleben wiederholt begegnet, weil der Angeklagte immer mal wieder Straftaten begangen hat, die in das Spezialdezernat des Staatsanwaltes passten.

Die beiden haben dann auch immer wieder anlässlich der verschiedenen Ermittlungsverfahren und Hauptverhandlungen miteinander gesprochen, man kennt sich ganz gut. Heute in der Hauptverhandlung meinte der Staatsanwalt dann zu dem (mal wieder) Angeklagten:
Wir haben die Hälfte Ihres BZRs gemeinsam bestritten.
Hörte sich fast ein wenig wehmütig an, aber man wird sich vielleicht wieder begegnen.


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04 Juni 2012

Das neue Politbarometer: Die Gewerkschaft der Polizei


Die Herrschaften von der Gewerkschaft der Polizei haben in der Vergangenheit nicht selten ein Lächeln auf viele Gesichter gezaubert aufgrund des Unsinns, den sie verbreitet haben.

Jetzt wird es aber bitterernst: Man ist jetzt auch noch in das Geschäft der Hellseherei eingestiegen und sagt nicht nur das Ende der Merkel-Koalition voraus, es ist sogar schon bekannt, warum Frau Merkel mit ihren Konsorten und Konsortinnen scheitern wird:

Wegen der Vorratsdatenspeicherung!
Das Ansehen der Koalition leide vor allem unter der "Halsstarrigkeit der Bundesjustizministerin, die das wichtige Thema Vorratsdatenspeicherung blockiert, ohne dass die Kanzlerin endlich mal auf den Tisch haut", sagte Wendt "Handelsblatt-Online". "In dieser Formation hat die Koalition nach 2013 keine Zukunft, auch wenn Angela Merkel Deutschland bislang gut durch die Krisen der Vergangenheit geführt hat."


Quelle: newsticker




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03 Juni 2012

Schlecker-Frauen jetzt ins Rotlicht?


Die Tage der Meldungen von "SCHLECKER" und den "HELLS-ANGELS", jetzt wurde die Verbindung, die dunkle Verbindung!- gefunden:


Quelle: titanic


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Ärmlich geschleckert


Irgendwie hatte man ja schon das aufkeimende Mitleid gefühlt, als man hörte, dass die Familie Schlecker in die Armut abgleitet.

Aber wie Einstein schon nachgewiesen hat, alles ist relativ.
Trotz der Insolvenz besitzt die Schlecker-Familie immer noch einen ordentlichen Batzen Geld. Laut „Handelsblatt“ besitzt der Unternehmer-Clan noch 40 Millionen Euro Privatvermögen. Der Löwenanteil liegt auf den Konten der Kinder Lars (40) und Mareike (38) Schlecker.
Den Millionenbetrag, der noch übrig ist, haben die Schlecker-Kinder angeblich mit der ´Leiharbeitsagentur „Meniar“ (Menschen in Arbeit) verdient. Rund 4300 Leiharbeiter waren bei "Meniar" beschäftigt. Das Subunternehmen vermittelte sie an Schlecker-Märkte, wo sie deutlich weniger verdienten, als die Angestellten.
Quelle: Express




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Demnächst in diesem Theater: Die V-Mann - Prüfung

Irgendwie stelle ich mir das überaus amüsant vor: Es kommt ein (zukünftiger) Bi-Ba-Butzemann zu einem ausgesuchten Richter, er rüttelt sich, er schüttelt sich, verspricht demnächst ein Säckchen Informationen zu bringen und wird eingehend betrachtet.

Wenn die Zähne und Schuhe fein geputzt sind und er kein Käppi aufhat und kein Kaugummi kaut, wird er dann als V-Mann gutbefunden - oder wie soll das gehen?


Nach dem Ermittlungsdesaster gegen die Zwickauer Neonazi-Terroristen fordert der ehemalige brandenburgische Verfassungsschutzchef und heutige Bundesanwalt Hans- Jürgen Förster Konsequenzen für die Geheimdienste. 
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab. Er möchte, dass sogenannte V-Leute künftig erst nach einer "Zulassung" durch einen Richter rekrutiert werden dürfen. Förster erhofft sich dadurch einen "Zuwachs an Legitimität und Ansehen" von Geheimoperationen.
Zudem diene das Verfahren einer "Disziplinierung nach innen", weil die Verfassungsschützer wüssten, dass ihre Arbeit überprüft würde.

Quelle: newsticker


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02 Juni 2012

Hells-Angels - ganz nett und ordentlich

Es war schon immer klar, die bösartigen Unterstellungen bezüglich der Hells-Angels in Deutschland sind weit übertrieben. Dass es in Gruppen immer wieder Ausreißer gibt, steht auf einem anderen Blatt.

Nicht alle Fußballspieler sind Wettbetrüger und nicht alle Fußballvereine müssen verboten werden, weil es einzelne Ausnahmen gibt.

 Wie friedfertig und kuschelig die Motorradfahrer sind, haben unsere österreichischen Nachbarn erkannt:

Hells-Angels-Treffen: Erste Motorradrocker sind angereist
In den Hotels und Pensionen rund um den Schwarzlsee in Unterpremstätten, in denen die Motorradrocker eingecheckt haben, gab es bisher keine Probleme.  
Die ersten Hells Angels sind in den vergangenen Tagen bereits in den Hotels und Pensionen rund um den Schwarzlsee in Unterpremstätten bei Graz angekommen, wo am Wochenende der "World Run" stattfindet. "Sie sind ganz nett und ordentlich", hieß es am Donnerstag von Hotelmitarbeitern. Angst hätten sie keine, zumal manche Unterkünfte auch von der Polizei beaufsichtigt würden.

Na also!




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Unaufklärbarer Widerspruch

Dienstliche Stellungnahmen von Richtern oder Staatsanwälten haben oft mit dem, was ich selbst in Erinnerung habe, wenig zu tun. Das mag an meinem Alter, meiner Verwirrtheit oder daran liegen, dass ich in meiner Erinnerung oft zu meinen Gunsten (zu Gunsten des jeweiligen Mandanten) schönmale, was ich andererseits bei Richtern oder Staatsanwälten nicht einmal vermuten geschweige denn unterstellen würde.

Aber nun, oh Wunder, nehmen ein Richter und eine Staatsanwältin anlässlich einer Revisionsgegenerklärung zu Vorgängen um einen angeblichen Rechtsmittelverzicht Stellung und berichten Vorgänge, die nicht miteinander vereinbar sind. Der eine sagt, ein Rechtsmittelverzicht sei nach Ende der Hauptverhandlung und nachdem die Protokollführerin den Sitzungssaal verlassen hatte, erklärt worden, die andere behauptet, sich absolut sicher zu sein, der Rechtsmittelverzicht sei noch im Rahmen der Hauptverhandlung vor Beendigung der Hauptverhandlung im Beisein aller notwendig Beteiligten erklärt worden.

Spannend wird sein, ob das Revisionsgericht der einen oder der anderen Version folgt oder feststellt, dass es bei solchen Widersprüchen gar nichts feststellen kann und deshalb auch davon ausgeht, dass es keinen, jedenfalls keinen wirksamen Rechtsmittelverzicht gegeben hat.

Und dann waren da noch zeitnah:

Nervender Energieversorger
BimmelBingo
Strich, Punkt, Haken - kein Mondgesicht


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01 Juni 2012

Einhalt geboten

Manchmal ist die Forschheit von Amtsrichtern doch reichlich weitgehend. So hat das Amtsgericht Salzgitter einem Verurteilten die Bewährung widerrufen, weil dieser die Zahlungsauflage aus dem Bewährungsbeschluss nicht erfüllt hat. 

Die Tatsache, dass der Verurteilte nicht mehr zahlen konnte, weil er wegen eines Unfalls arbeitsunfähig geworden war und sogar die Pflegestufe 1 zuerkannt bekommen hatte, wurde vom Amtsgericht mit einem Federstrich vom Tisch gewischt.

Diese nassforsche Vorgehensweise wurde nun vom Landgericht Braunschweig (5 Qs 81/12 vom 23.05.2012) mit einem ausgewogenen Beschluss korrigiert:
Es liegt kein gröblicher und beharrlicher Auflagenverstoß vor. Der Verurteilte hat bereits am ........ einen schweren Motorradunfall in der ...... erlitten und hat als Folge derart starke gesundheitliche Beeinträchtigungen davon getragen, dass ihm am ......... Pflegestufe I zuerkannt worden ist. Dadurch ist der Verurteilte ohne eigene Einkünfte und die Familie des Verurteilten hat nur ... € zum Lebensunterhalt, mithin weniger als ihnen - ohne Wohnkosten - an Sozialleistungen zuständen. Vor diesem Hintergrund ist die Nichtzahlung der monatlichen Raten an ...... weder eingröblicher noch beharrlicher Verstoß gegen die Bewährungsauflagen.
Der Widerrufsbeschluss ist daher aufzuheben.
Es hat sich mal wieder gelohnt, zu kämpfen.



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Der falsche Rat?

Der Mandant war nicht ganz nüchtern mit dem Auto gefahren. Dann kam die Verkehrskontrolle. Die Polizisten waren nicht ganz nett mit ihm, haben ihn hart angefasst und waren unfreundlich.

Dagegen hat er sich gewehrt, hat die Polizeibeamten mit unfeinen Worten belegt und sich körperlich gegen die Verbringung in den Streifenwagen gewehrt, dabei noch eine Polizistin verletzt.

Dann kam der Strafbefehl. Widerstand, Beleidigung und Körperverletzung, Gesamtstrafe von 40 Tagessätzen zu je 20 €.

Ich habe dringend von einem Einspruch abgeraten, weil die Anzahl der Tagessätze passte und die Tagessatzhöhe bedrohlich hätte ansteigen können, wenn man sein wahres Einkommen erfahren hätte.

Der Mandant war nicht einsichtig und beklagte sich darüber, dass es alles ganz anders gewesen wäre und dass man ihn übel provoziert habe. Ich teilte ihm mit, dass er damit rechnen müsse, dass die Polizeibeamten von deren Version als Zeugen nicht abweichen würden und dass man bei Gericht den Polizeibeamten auch glauben würde nach dem Motto, warum soll ein Polizeibeamter lügen.

Der Mandant war daraufhin enttäuscht, dass ich offensichtlich seine Interessen nicht vertreten wolle. Ich habe ihm versucht klarzumachen, dass der Verteidiger nicht dafür beauftragt wird, den Mandanten beim Lauf ins offene Messer zu begleiten, sondern dafür, Rat zu erteilen, wie es so glimpflich wie möglich abläuft.

Der Mandant hat es dann alleine versucht. Heute morgen steht er vor der Tür und fragt kleinlaut, ob denn eine Berufung Sinn macht, er habe jetzt beim Amtsgericht 60 Tagessätze zu je 75,00 € gefangen.

War mein Rat wohl doch nicht so falsch.


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