30 September 2006

Luftaufnahmen des Kampusch - Gefängnisses

Der Stern zeigt hier Luftaufnahmen des Grundstückes, auf dem die angeblich über Jahre entführte Natascha Kampusch gelebt haben soll.

Vom Juristen zum Terroristen

Wie schnell man vom Juristen zum Terroristen wird, durfte jüngst ein spanischer Jura-Professor erleben:

Bei einem Flug mit der Gesellschaft Air Berlin haben deutsche Passagiere einen spanischen Jura-Professor als Terroristen verdächtigt. Offenbar hatten seine dunkle Hautfarbe und sein Bart die Fluggäste derart verstört, dass sie die Polizei zur Hilfe riefen. Der Professor erwägt rechliche Schritte gegen Air Berlin.

"Sie haben mich wegen meiner Erscheinung wie einen islamischen Terroristen behandelt", sagte der 35 Jahre alte Pablo Gutierrez Vega am Donnerstag der Zeitung "El País".


Quelle: rp-online.de

Wenn ich mir so manche Gerichtsentscheidung anschaue, würde ich hin und wieder freiwillig zum Terroristen werden.

29 September 2006

Lehrer: Wer vormittags Recht hat, hat nachmittags auch Recht

Ein Kind ist schwerhörig. Es trägt ein Hörgerät. Im Kindergarten hat eine Erzieherin ein Mikrofon um den Hals hängen gehabt, über das das Kind dann genau verstehen konnte, was gesagt wurde. Das klappte wunderbar.

Nun kommt das Kind in die Schule. Eine Lehrerin weigert sich, das Mikrofon zu tragen, weil angeblich von dieser Konstruktion gefährliche Strahlen ausgehen sollen. Man habe sich erkundigt - wo auch immer.

Dem Kind wird eingeredet, es könne auch ohne das Hörgerät gut hören, was das Kind natürlich dazu bringt, das Hörgerät nicht mehr zu tragen.

Gleichzeitig wird den Eltern mitgeteilt, das Kind gehöre auf eine Behindertenschule.

Sollte man solchen Lehrern nur die Pension streichen oder sie sofort unehrenhaft entlassen?

Verwaltungsgericht Braunschweig bestätigt Ausweisung eines 21-Jährigen, der seit seinem ersten Lebensjahr in Deutschland lebt

Raub, Diebstahl, Körperverletzung, sexuelle Nötigung: Seit er strafmündig ist, hat der heute 21-Jährige immer wieder vor dem Richter gestanden. Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat die Ausweisung des gebürtigen Türken, der in Deutschland aufgewachsen ist, für rechtmäßig erklärt (AZ 5 A 330/05). Die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Braunschweig bestätigt im aktuellen Urteil die Entscheidung der Stadt: Von dem 21-Jährigen gehe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus.

Auch wenn er seit seinem ersten Lebensjahr in Deutschland lebe und hier einen Schulabschluss gemacht habe: Die Verwurzelung in seiner Familie sei nicht so groß, dass sie ihn von künftigen Straftaten abhalten könnte. Gegen das Urteil ist die Berufung zugelassen.


Quelle:newsklick.de

Mangelnde Erziehungshilfe und dann weg.

Neuer König der Onanierer

Jetzt klärt sich vielleicht auf, worauf der Richter sich vorbereitet hat, der sich während Verhandlungen primär mit sich selbst beschäftigt hat:
Andre Gubilam heisst der neue König der Onanierer: In einer beispiellosen Einzelleistung erreichte er 36 Orgasmen in 24 Stunden.

Andre Gubilam baute bei seiner spitzen Leistung auf reichlich technische Hilfe. 400 ausgewählte Pornofilme flimmerten auf drei Riesenleinwänden, um Fantasie, Unterarm und Lenden des jungen Mannes zu beflügeln. Zur Tat schritt Gubiliam mit eiserner Disziplin und dem nötigen Masturbier-Ernst. Geschlafen hat er während des 24-stündigen Marathons nur für ganz kurze Momente.

Quelle: 20min.ch

Johannes B. Kerner als Zeuge vor Gericht

Der TV-Moderator Johannes B. Kerner muss möglicherweise vor Gericht aussagen, weil er in seiner Show das 14-jährige Enführungsopfer Stephanie aus Dresden interviewt hat. Er sei dadurch zu einem potenziellen Zeugen im Strafverfahren geworden, erklärte der Anwalt des Täters.

Der Verteidiger erwähnte gegenüber dem MDR Sachsenspiegel diesen Plan. Zudem hat sich der Rechtsanwalt beim ZDF Fernsehrat über einzelne Inhalte des Interviews beschwert. So kritisierte er unter anderem den Vergleich des Falles Stephanie mit dem der in Österreich verschleppten Natascha. Deren Peiniger hatte sich nach der Flucht des Opfers das Leben genommen.


Quelle: rp-online.de

Originelle Idee, auch malins Fernsehen zu kommen. Prozessual eher fade.

Priester plündern 8,5 Millionen Dollar aus Opferstock

Zwei katholische Priester im US-Bundesstaat Florida haben jahrelang den Opferstock ihrer Gemeinde geplündert. Auf diese Weise erbeuteten sie mehr als 8,5 Millionen Dollar (10,5 Mio. Franken).

Das Geld gaben sie für luxuriöse Anwesen, Glücksspiel, Reisen und Restaurantbesuche aus, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Ein 79-jähriger Priester wurde am Mittwochabend festgenommen, nach dem zweiten Priester wird noch gefahndet.

Ein anonymer Brief hatte die Ermittler vor einem Jahr auf die Spur gebracht. Ein Gemeindesprecher des Ortes zeigte sich betrübt über die Vorfälle. Einer der Priester habe 40 Jahre für die Gemeinde gearbeitet, sagte er.

Quelle: baz.ch

... und vielleicht auch der ein oder andere Bordellbesuch.

28 September 2006

Polizist als Razzien-Verräter

Ein Polizist aus Berlin hat jahrelang für Bekannte aus der Drogen-, Rotlicht- und Türsteherszene Daten aus Polizeicomputern abgefragt und bevorstehende Razzien verraten. Eine Richterin des zuständigen Amtsgerichts verurteilte den Polizeiobermeister dafür zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe.

Die Staatsanwältin warf dem Polizeibeamten vor, die Arbeit von 855 Beamten, die mit 5137 Dienststunden an den Razzien beteiligt waren, fast wertlos gemacht zu haben. Der Verteidiger verglich die Handlungen seines Mandanten mit Radio-Blitzerwarnungen.

Die Richterin nannte das Verhalten des Polizisten "skrupellos". Jetzt muss F. seine Bezüge, die er zu Teilen nach seiner Suspendierung erhielt, zurückzahlen. Außerdem wird gegen ihn wegen bandenmäßigen Betrugs in Zusammenhang mit Verkehrsunfällen ermittelt.

Quelle: morgenpost.de

Staatsanwältin als Statistik-Fetischistin bei Polizeibeamten, der die spätere Gesamtstrafe sicher nicht mit gutem Gefühl erwartet.

Vater von Natascha Kampusch prügelt sich mit spanischen Jounalisten

Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA hatte sich Kampuschs Vater, Ludwig Koch, in der Wiener Innenstadt mit seiner Tochter getroffen. Ein spanisches Kamerateam habe die beiden erkannt und sich an ihre Fersen geheftet. Danach sei es zu einer Art Verfolgungsjagd gekommen, die mit einer Prügelei endete.

Bei der Auseinandersetzung wurden Koch und einer der Spanier leicht verletzt. Während der Prügelei konnte sich Natascha Kampusch, die Ende August ihrem Entführer nach achtjähriger Gefangenschaft entkommen war, den spanischen "Verfolgern" entziehen. Ihr Vater und der spanische Journalist wurden von der Polizei angezeigt.

Quelle: spiegel

Ich frage mich immer wieder, was an dieser Geschichte "Kampusch" nicht stinkt. Ich glaube für mich ganz allein: gar nichts.

13-Jähriger verführt 20-Jährigen

Ein Kölner Schöffengericht hat am Mittwoch einen 21-jährigen Angeklagten zu einem Jahr Haft auf Bewährung wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt.

Allerdings war es das Kind, welches den Erwachsenen zu homosexuellen Handlungen verführt hatte. Dazu kam es im Oktober vergangenen Jahres auf einem Spielplatz am Grüngürtel.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil erheblich unter der Forderung des Staatsanwalts nach einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Es verwies darauf, dass die sexuellen Kontakte laut Täter und Opfer in beiderseitigem Einvernehmen geschehen seien.


Quelle: express

Spass hatten wohl beide.

Hubschrauber auf der Autobahn


Auf dem Weg vom Landgericht koblenz treffe ich doch tatsächlich einen auf der Autobahn fahrenden Hubschrauber.

27 September 2006

Nette Mitarbeiter im Amtsgericht Quedlinburg

So häßlich das Amtsgericht Quedlinburg von außen auch ist, die Innenrenovierung ist geglückt und die Mitarbeiter sind ausgesprochen nett. Und wenn man dann dort noch das Glück hat, auf Herrn Staatsanwalt Schmiegelski zu treffen, kann der Tag nur gut werden.

Amtsgericht Quedlinburg - Favorit für das häßlichste Gericht


Innen ist es besser. Und die Mitarbeiter sind ausgesprochen sind ausgesprochen nett.

26 September 2006

Querulatorische Mandanten

Ich muss schmunzeln, wenn ich von "Prozess-Dieter" lese:

Jetzt hat es "Prozesse-Dieter" selbst erwischt. Klaus-Dieter K. muss für ein Jahr in den Knast. Er hatte Juristen und Beamte beleidigt.

Die Begründung des Düsseldorfer Landgerichts: Der Angeklagte habe Beleidigungen mit "lebensbedrohlichem Inhalt" von sich gegeben. Zudem zeige der 70-Jährige keinerlei Einsehen.

"Prozesse-Dieter" war selbst bereits in 190 Fällen vor Gericht gezogen. In den Fällen, in denen er den Kürzeren zog, beleidigte er die Juristen und drohte einigen indirekt gar mit Bomben.

Nachdem er in erster Instanz am Amtsgericht noch mit neun Monaten Haft auf Bewährung davon gekommen war, muss er jetzt für ein Jahr ins Gefängnis.
Quelle: express

Jeder Strafverteidiger hat doch mindestens ein bis zwei Kandidaten pro Jahr von ähnlichem Kaliber, die schon alle anderen Anwälte durchhaben und plötzlich mit den spinnersten Ansinnen vor der Tür stehen. In Zeiten, an die ich mich kaum noch erinnere, ich gehörte noch nicht dem Superschwergewicht an, habe ich versucht, diese Menschen davon zu überzeugen, dass ihre Ideen nicht durchsetzbar sind.

Irgendwann habe ich erkannt, es gibt nur einen Weg: 5.000,00 € Vorschuss fordern, und schon sind sie weg.

Erster Prozess gegen Gammelfleisch - Verdächtigen

Der Kölner Express berichtet:

Der Gammelfleisch-Skandal: Jetzt steht der erste Händler vor Gericht.

1000 Tonnen Schlachtabfälle soll er im Ausland gekauft und dann als Nahrungsmittel weiterverkauft haben, so die Staatsanwaltschaft.

Am Dienstagmorgen begann in Memmingen der Prozess gegen den Rolf-Hermann K., Ex-Geschäftsführer der Deggendorfer Frost GmbH. Die Anklage wirft dem früheren Chef des Kühlhausunternehmens Verstöße gegen das Lebensmittelgesetz, das Fleisch- und das Geflügelfleischhygienegesetz sowie Betrug in besonders schwerem Fall vor. Insgesamt geht es um 120 Verstöße. Der 40-Jährige sitzt seit Oktober vergangenen Jahres in Untersuchungshaft.
Angeblich soll der Angeklagte im Gerichtssaal herumgrinsen. Bei diesem Vorwurf sicher ein Verhalten, das mit einem professionell arbeitenden Verteidiger nicht abgestimmt ist.
 

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