05 Juli 2007

Tine Wittler und das Rauchverbot

Einen netten Reklamegag hat sich die weltberühmte Fernsehmoderatorin Tine Wittler ausgedacht:

Die RTL-Moderatorin Tine Wittler (“Einsatz in 4 Wänden“) will aus Protest gegen das kommende Rauchverbot ihre Kneipe in Hamburg schließen. „Ich sehe überhaupt nicht ein, warum ich meine eigene Kneipe nicht so führen darf, wie ich es will“, sagte die 34-Jährige der „Hamburger Morgenpost“. Wittler betreibt die Bar „Parallelwelt“ im Stadtteil Altona. Die Kneipe habe keinen abtrennbaren Raum für Raucher, was eine Ausnahmegenehmigung möglich machen könne. Raucher vor die Tür schicken ist für Wittler keine Lösung: „Die Nachbarn sind genervt und die Heizkosten explodieren“. Eine Umfrage unter Gästen habe ergeben, 60 Prozent würden nach einem Rauchverbot seltener oder gar nicht mehr kommen. „Damit können wir nicht überleben“, sagte Wittler.
Quelle: dieneueepoche.com

Der Bekanntheitsgrad des Ladens wird jetzt sicher so gesteigert, dass die angeblich wegbleibenden 60% anderweitig ersetzt werden.

Haben Sie mein Fax erhalten?

Soeben erreicht mich der Anruf eines Mandanten, ob denn sein Fax angekommen sei. Ich frage im Büro nach und erhalte die Mitteilung, dass da nichts aus dem Gerät gequollen ist, was mit diesem Mandanten zu tun haben könne.

Das versteht der Mandant gar nicht. Auf mein Nachfragen stellt sich heraus, dass das mit dem Fax so zwischen drei und sechs Wochen her sei. Er glaubte wohl, nur weil ich einen dicken Kopf habe, passe da alles rein. Er hat dann verstanden, dass das wohl doch ein wenig zu viel verlangt war und erklärte sich einverstanden, dass wir uns in den nächsten Tagen melden werden.

Mandanten gibts!

04 Juli 2007

Wolfsburg, das Zentrum der Korruption

VW und das Umfeld von viel Geld haben Wolfsburg geholfen, im Hintergrund aber gibt es nicht nur die VW-Affäre sondern mehr Gierige, die alles nehmen und wenig geben.

"Kommunalpolitiker werden in Wolfsburg gefügig gemacht", erklärte der Würzburger Wirtschafts-Kriminalist Uwe Dolata unserer Zeitung.

20 führende Wolfsburger Kommunalpolitiker nutzen stark verbilligte VIP-Karten beim VW-eigenen Fußball-Bundesligisten VfL. Pro Dauerkarte ergibt sich eine Vergünstigung von 1400 Euro. "Die Grenze für Vorteilsannahme liegt in vielen Ämtern bei 10 Euro, in der Stadt München beispielsweise bei 15 Euro, in der Wirtschaft bei 35 Euro. In Wolfsburg ist sie deutlich überschritten worden", sagte Dolata.

Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig teilte auf Anfrage mit, sie sehe keinen Anfangsverdacht, weil es sich bei Kommunalpolitikern nicht um Amtsträger handelt. "Dies ist in der Tat eine Lücke im Gesetz", sagte Staatsanwalt Joachim Geyer.

Allerdings ergaben Recherchen der Braunschweiger Zeitung angeblich, dass es sich bei den betroffenen Wolfsburger Kommunalpolitikern doch um Amtsträger handeln könnte. Sie sind Mitglied in Aufsichtsräten, etwa der Wolfsburg AG. In Niedersachsen sind offenbar auch Mitglieder des Verwaltungs-Ausschusses Amtsträger.

Quelle: newsclick

Kein Palaver, einfach rausschmeißen, egal ob Amtsträger oder nicht!

Berlin: Beamtenschlaf wird unterbrochen - durch Mittagsschlaf

Kein Witz: In Berlin sollen Beamte schon bald täglich ein Mittagsschläfchen machen können!

In den Rathäusern von Charlottenburg und Wilmersdorf sollen Ruheräume samt Liegen errichtet werden.

Damit die Beamten mittags ein kurzes Nickerchen halten können! Darüber berät demnächst das Bezirksparlament.

SPD-Politiker Holger Wuttig: „Natürlich wollen wir keine schlafende Verwaltung. Aber ein Kurzschlaf würde die Leistungsfähigkeit erhöhen und dem Burn-out-Syndrom vorbeugen.“

Schlafmediziner befürworten das Projekt. In Vechta (Niedersachsen) dürfen die 170 Beschäftigten der Stadt nach dem Mittagessen 20 Minuten lang Entspannungsübungen machen – täglich, allerdings nur im Sitzen ...

Quelle: t-online

Wenn sich dadurch im Dienst Wachphasen einstellen sollten, wär es ja ein Erfolg.

Ohne Arme keine Burger aber 2,9 Millionen €

Eine Frau in Chicago klagt McDonald's auf umgerechnet 2,9 Millionen Euro, weil sie von unfreundlichen Mitarbeitern an McDrive-Schaltern nicht bedient wurde. Dawn Larson setzt beim Essen mit viel Geschick ihre Füße ein, weil sie mit verkürzten Armen geboren wurde. Aber genau aus diesem Grund verweigerten ihr Angestellte in zwei Filialen der Fast-Food-Kette die Sackerl mit den Burgern.

„Was ist dein Problem? Wo sind deine Arme? Ich will deine Arme sehen!“, sagte der Angestellte laut Larson in unfreundlichem Ton. Anschließend schloss er das Fenster der Kasse und ignorierte sie. Ein ähnlicher Vorfall passierte im Februar bei einer anderen Filiale.

Nun verklagt Larson McDonald's auf umgerechnet 2,9 Millionen Euro. Die Fast-Food-Kette streitet bisher die Vorfälle ab und betont, dass sie alle Kunden gleich behandelt.

Quelle: krone.at

Frau Larson sollte Meckes eine Prämie dafür bezahlen, dass man sie mit dem ungesunden Fettzeug verschont.

Spieler verprügeln Zuschauer

Vor einigen Tagen wurde im Landgericht Braunschweig über einen Vorfall verhandelt, bei dem bei einem Spiel in der Regionalliga zwischen Eintracht Braunschweig II und Hannover 96 II Zuschauer Spieler verfolgt und verprügelt haben. Das hielt die Staatsanwaltschaft schon für einmalig. Aber es geht auch anders herum:

Ausgerechnet ein Fußballspiel für ein Projekt zur Gewaltvermeidung ist in Aachen mit einer Schlägerei zu Ende gegangen. Fünf Spieler traten einem 24 Jahre alten Zuschauer ins Gesicht und ans Bein, als dieser zu mehr Fairness aufgerufen hatte. Das teilte die Polizei mit. Die Täter flüchteten unerkannt. Die Suche nach ihnen blieb bislang ohne Erfolg. Mit dem Projekt "Sport statt Gewalt" wolle die Polizei Jugendlichen eine "sinnvolle Freizeitbeschäftigung" bieten, hieß es.
Quelle: idowa

02 Juli 2007

Polizistenmord als YouTube - Film

Im Mai erschoss der Cousin von Ski-Weltcupsieger Bode Miller einen Polizisten. Nun veröffentlichte die Polizei den Clip zur Veranschaulichung - mit verheerenden Folgen fürs Image der Ordnungshüter.

Nachdem deutlichen Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, kommt es zur Verfolgungsjagd im US-Bergdorf Franconia. Polizist Bruce McKay heftet sich dem Verkehrssünder an die Fersen, rammt den Wagen von Liko Kenney, rennt zum Temposünder und sprüht Pfefferspray in sein Gesicht. Als sich der Polizist entfernt, schiesst Kenney ihm plötzlich viermal in den Rücken. Danach streckt ein Passant den Cop-Killer mit McKays Dienstwaffe nieder.
Quelle: 20min.ch

Bei www.20min.ch kann man sich den Film ansehen.

Überwältigende Ehrlichkeit

Ein ehrlicher Finder hat in Köln ein Portemonnaie mit 10.000 Euro zurückgegeben. Wie der Kölner "Express" berichtete, war ein 46-Jähriger mit der prall gefüllten Geldbörse losgezogen, um sich ein Boot zu kaufen. Kurz bevor er sich ins Auto setzte, legte er Portemonnaie und Handy auf dem Autodach ab und vergaß sie dort. Erst auf der Autobahn fiel ihm das siedend heiß ein.

In der Zwischenzeit hatte ein Paar das Portemonnaie gefunden. "Für einen Moment war ich hin und hergerissen: Ein Engel saß auf der einen Schulter, auf der anderen ein Teufelchen", sagte der 42 Jahre alte Finder. "Aber als ich am Ausweis sah, dass der Mann in meinem Alter ist und die Bilder seiner Kinder dabei hat, war sofort eine Verbindung da." So nahm er zu dem 46-Jährigen Kontakt auf, der seinen Bootskauf dank des ehrlichen Finders nur um eine Woche verschieben musste.
Quelle: n-tv

Dass es so etwas heute noch gibt, verwundert sehr.

Ärzte als Terroristen identifiziert

Nach den verhinderten Terroranschlägen in London und Glasgow hat die britische Polizei zwei Ärzte als Verdächtige identifiziert. Einer der Männer, die am Samstag einen brennenden Wagen in ein Terminal am Flughafen von Glasgow steuerten, sei Iraker, teilte die Polizei am Montag mit. Ein weiterer Festgenommener absolvierte seine medizinische Ausbildung in Jordanien. Bislang hat die Polizei insgesamt sieben Verdächtige in Gewahrsam.
Quelle: 20min.ch

Und es zeigt sich, dass Schläfer jeder sein kann, völlig unabhängig von seiner Herkunft oder seinem Beruf.

Schmerzensgeld für gehörnten Ehemann

Ein gebrochenes Herz kann ganz schon teuer werden: Das musste German Blinov im US-Bundesstaat Illinois jetzt erfahren. Ein Gericht verurteilte ihn zu 4800 Dollar Strafe - weil er einem Mann die Ehefrau ausgespannt hatte.
Quelle: Spiegel

Solch ein Gesetz würde wohl überall die Marktwirtschaft erheblich ankurbeln. Detektive, Anwälte, Richter und viele andere Berufsgruppen würden davon profitieren.

Michael Ammer: Langweiler oder Vergewaltiger?

Schwerer Vorwurf gegen Party-König Michael Ammer (45)! Eine Disco-Bekanntschaft zeigte ihn an und behauptet, er habe sie vergewaltigt.

Die Polizei nahm Ammer, der in Rostock eine Party vorbereitete, am Samstag fest.

Nach dreistündigem Verhör wurde er wieder entlassen.

Ammer zu BILD: „Ja, ich ging mit dem Mädel in mein Zimmer im Steigenberger. Wir hatten Sex. Dann schlief ich ein. Als ich aufwachte, war sie weg. Ich schwöre, ich habe ihr keine Gewalt angetan. Sie hatte sich zuvor in der Disco richtig an mich rangeschmissen.“

Vor zwei Jahren hatte die Staatsanwaltschaft bereits wegen angeblicher Vergewaltigung ermittelt – doch es kam nicht zur Anklage.

Quelle: t-online

Verteidigungsstrategie: Die Enttäuschung über das sofortige Einschlafen nach dem Akt war so groß, dass als Strafe die Anzeige erfolgte.

01 Juli 2007

Lokomotivführer boykottieren wirtschaftlichen Aufschwung

Den Bahnkunden stehen ungemütliche Tage bevor: Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat für die kommende Woche einen massiven Streik angekündigt. Fern- und Regionalverkehr sollen bundesweit betroffen sein.

GDL-Chef Manfred Schell sagte dem „Tagesspiegel am Sonntag“, ein punktueller Streik bringe nicht die erhoffte Wirkung. Daher solle der Arbeitskampf flächendeckend über alle Transportbereiche – Güter-, Fern- und im Regionalverkehr – geführt werden. „Wir gehen davon aus, dass es massiven Stillstand geben wird.“ An welchem Tag der Ausstand stattfinden soll, werde am Montag bekannt geben, hieß es weiter.

Quelle: aol

Schön, dass bei kleinen Knospen des wirtschaftlichen Aufschwungs eine Berufsgruppe daherkommt, die sich so wichtig nimmt, dass sie alles lahmlegen will, um - möglicherweise - weit übertriebene Forderungen durchzusetzen.

Faules Schulkollegium aufgelöst

Man denkt es hin und wieder und traut sich kaum, es auszusprechen. Sind manche Lehrer faul? In Braunschweig hat man festgestellt, dass solch eine Vermutung nicht falsch sein muss:

Der Streit zwischen der Schulleitung und dem Kollegium der Grund- und Hauptschule Schuntersiedlung hat Konsequenzen: Die Schulleiterin wird voraussichtlich in eine andere Schule versetzt, das Kollegium aufgelöst.

Das Lehrerkollegium der Hauptschule Schuntersiedlung war nach BZ-Informationen in die Kritik geraten. Den Pädagogen wird Schlendrian und geringes Engagement vorgeworfen. Kritik wird in diesem Zusammenhang auch an früheren Schulleitungen geübt. Jahrelang sei nichts gegen die gravierenden Missstände unternommen worden.

Quelle: newsclick

Mir hat sich schon immer die Frage gestellt, wie eine Schule eigentlich richtig funktionieren soll, wenn die Schulleiter irgendwann Bio und Sport studiert haben und von der Aufgabe eines Behördenleiters im Sinne eines Verwaltungsbeamten überhaupt keine Ahnung haben können. Wenn dann noch ein Kollegium im Hintergrund keine Lust hat und mittags den Ggriffel fallen lässt, immer nur auf Ferien wartet, um dann Mitte 40 wegen Kinderallergie an die Frührente zu denken, dürften schlechte Pisa-Ergebnisse kein richtiges Wunder mehr sein.

Braunschweig wird nüchtern

Immer mehr volltrunkene, teilweise bewusstlose Jugendliche werden in das Städtische Klinikum eingewiesen. Jeden dritten Tag kommt in Braunschweig ein junger "Koma-Säufer" ins Krankenhaus. Freitag reagierte die Stadt.

Sie verbietet so genannte Flat-Rate-Partys, bei denen zu einem Pauschalpreis unbegrenzt Alkohol getrunken werden kann. Und sie startet nach dem Sommer mit dem Präventionsprogramm "Halt" für in Zusammenhang mit Alkohol auffällig gewordene Jugendliche.
Quelle: newsclick

Der Jugendliche, der sich unbedingt die Kante geben will, wird auch trotz Verboten die Gelegenheit finden.

Die Pauschgebühr -das unbekannte Wesen

Das war dann zuviel für die Kostenabteilung des Amtsgerichts Aschersleben. Meine Brutto-Pflichtverteidigergebühren inklusive Fahrtkosten, Abwesenheitsgeldern, Kopien, Kostenpauschale und Mehrwertsteuer betragen über 1.300,00 €, die vom Oberlandesgericht Naumburg zuerkannte Pauschgebühr 1.200,00 €. Flugs setzt man den beantragten Bruttobetrag fest und erwähnt netter Weise noch die zuerkannte Pauschgebühr. Das war es!

Dass dann das gesamte Pauschgebührenverfahren keinen Sinn machen würde, merkt man nicht.

Das wird sicher ein wochenlanger Kampf, klar zu machen, dass auf die Pauschgebühr nur die reinen Netto-Gebühren ohne Zusatzkosten und Mehrwertsteuer anzurechnen sind und dann noch die Differenz zuzüglich Mehrwertsteuer auszukehren sein wird. Packen wir es an.
 

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