19 Oktober 2007

Untiefen der Polizeiarbeit in Halberstadt III (Untertitel: Die Halberstädter Wahlgegenüberstellung)

Das Thema Wahlgegenüberstellung und Wahllichtbildvorlage ist in manchen (vielen?) Polizeiinspektionen ein Reizthema. Ich weiß oft nicht, ob die durchführenden Beamten es nicht besser wissen oder zielorientiert nicht besser wissen wollen.

Da in der Verhandlung heute im Amtsgericht Halberstadt die Kunst der Polizeiarbeit schon reich präsentiert wurde, durfte eine diesbezügliche Meisterleistung natürlich nicht fehlen.

Nachdem zwei verdächtigte Jugendliche zunächst unbelehrt gefragt worden waren, warum sie bei Anblick eines Halberstädter Polizeifahrzeuges weggelaufen sind (ich versteh das jetzt langsam), dachte man sich seitens der Beamten, dass die beiden über eine zugegebene Sachbeschädigung hinaus noch wegen einer anderen Straftat verdächtig sein könnten, für die es einen Zeugen gab, der einige Straßen weiter wartete.

Folglich organisierte man für die beiden Jugendlichen eine kleine Stadtrundfahrt, packte sie in einen Streifenwagen, versteckte den Zeugen und fuhr dann mit den beiden Verdächtigen an dem versteckten Zeugen vorbei, damit dieser einen unauffälligen Blick auf die beiden werfen konnte.

Ich gebe dieser Vorführung den Namen "Die Halberstädter Wahlgegenüberstellung".

Ach übrigens, zur vermutlichen Enttäuschung der Polizeiarbeitskünstlern hat der Zeuge diese "Affen-im-Zoo-Vorführung" nicht abgenickt. Pech gehabt!

Kommentare:

Werner Siebers hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner Siebers hat gesagt…
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Werner Siebers hat gesagt…

richtig geht es so:

www.wahlgegenueberstellung.de.ki

 

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