27 November 2005

Google - Killer

Die BILD berichtet folgende feine Geschichte:

Bei Google findet sich alles: Sonderangebote, Adressen, Nachrichten, Wegbeschreibungen, Fotos – und Anleitungen zum Mord. 49,6 Millionen Hinweise spuckt die Internet-Suchmaschine bei „how to kill a man“ (wie töte ich einen Menschen) aus.

Robert James Petrick soll dieses Angebot eiskalt genutzt haben. Der 51jährige Computerexperte steht in Durham im US-Bundesstaat North Carolina wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht. Die Anklage behauptet, Petrick habe Janine Sutphen (57) getötet und ihren Leichnam in einem See versenkt. Ist Robert James Petrick der erste Google-Killer? Das Urteil wird nächste Woche gesprochen, ihm droht „lebenslänglich“.

Laut Staatsanwalt Mitchell Garrell soll Petrick im Januar 2003 seine Frau, eine Cellistin des örtlichen Symphonieorchesters, mit einem Kissen erstickt haben: Die Leiche stopfte er in einen Schlafsack, wickelte sie in eine Plane und versenkte das gutverschnürte Paket mit einer Kette um die Beine im nahegelegenen Falls Lake – so der Staatsanwalt. Bei der Polizei meldete er seine Frau als vermißt. Vier Monate später tauchte die Tote wieder auf, war von Anglern gefunden worden.

Beweise für diese Tat hat Garrell trotz 60 geladener Zeugen nicht, nur Indizien. Die wichtigsten liefert dabei die Suchmaschine Google. Auf dem Computer von Petrick fanden Experten Links zu Internet-Seiten wie „22 Wege, einen Menschen mit bloßen Händen zu ermorden“ sowie Suchanfragen zu Begriffen wie „Genickbrechen“. Informationen suchte Petrick auch monatelang zum Falls Lake, wo er die Leiche versenkt haben soll.

Petrick hatte, so Staatsanwalt Mitchell Garrell, auch ein Motiv. Die Cellistin soll hinter das Doppelleben ihres Mannes gekommen sein. Petrick sei Mitglied eines Hexenkults und soll mit mindestens zwei Mitgliedern Sexaffären gehabt und sein intensives Liebesleben über das Konto seiner Frau finanziert haben. Wegen Scheckbetrugs muß der mutmaßliche Mörder bereits elf Jahre Haft absitzen. Petrick weist alle Vorwürfe zurück.

Wenns denn stimmt, sollte man seinem Partner hin und wieder über die Schulter schauen, wonach er denn so googelt.

2 Kommentare:

rico hat gesagt…

nachdem man mit hilfe von google sogar bomben bauen kann.....war auch das nur eine frage der zeit.

laertes hat gesagt…

dass das von bild beschriebene, wie so oft, nicht ganz stimmt (sprich: dass google-suche nicht gleich google-suche ist), weist der stets lesenswerte bildblog in folgendem posting nach:

http://www.bildblog.de/?p=969

 

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