27 September 2008

Österreichische Schneckenjustiz

Und da sag noch jemand, die deutsche Justiz sei langsam. Schmieriger Schmäh lässt noch mehr Schneckenjustiz möglich werden.
Nach mehr als 25 Jahren hat ein ehemaliger Lehrling aus dem österreichischen Burgenland jetzt seinen Lohn erhalten - mit Zinsen. Sein früherer Arbeitgeber war ihm 1982 wegen Insolvenz 708,60 Schilling (51,50 Euro) schuldig geblieben. Der heute 41-Jährige, der inzwischen in Wien als EDV-Administrator arbeitet, hatte deshalb geklagt. Nach jahrzehntelangem Rechtsstreit trieben Anwälte das Geld über einen inzwischen gegründeten Sonderfonds zum Ausgleich von Insolvenzen ein. Mit Zinsen erhält der ehemalige Karosseriebauer den beachtlichen Betrag von 1165 Euro.
Quelle: westfaelische-nachrichten

Kommentare:

hplehofer hat gesagt…

Woher wissen Sie, dass die Justiz langsam war? Faktum dürfte sein, dass schlicht beim Arbeitgeber nichts zu holen war, aber die Rechtsvertreter des Ex-Lehrlings einfach so lange dranblieben, bis der endlich wieder zu Geld kam. So steht's bei der Arbeiterkammer:
http://www.akbgld.at/www-937-IP-43055.html
Was die Geschwindigkeit jedenfalls der Zivilverfahren anlangt, braucht sich Österreich vor Deutschland sicher nicht zu verstecken.

Anonym hat gesagt…

Und bei den Ordnungswidrigkeitsverfahren sind sie sogar noch schneller!

 

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