19 April 2008

Kalte amerikanische Unmenschlichkeit - Todesspritze humaner als mittelalterliche Folter

Wie bei HandakteWebLAWg bereits nachzulesen, hat Amerikas Oberster Gerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden, dass Exekutionen per Todesspritze verfassungsmäßig und damit prinzipiell “eine humane Methode der Hinrichtung” sind. Die weitere Begründung lässt erschauern:
Der Giftcocktail sei immerhin viel humaner als mittelalterliche Methoden.
Quelle: Spiegel

Dafür, dass die Amerikaner keine eigene Geschichte haben, die in das Mittelalter zurückreicht und von europäischer Geschichte genau so wenig wissen, wie davon, wo Europa liegt und dass man die USA von Europa aus nicht mit dem Bus erreichen kann, handelt es sich um eine höchst "schlüssige und überzeugende" Begründung, an deren Unmenschlichkeit sich kaum etwas messen lassen kann.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Was soll der polemische Blödsinn?

Anonym hat gesagt…

Blödsinn?

Eine Nation die Waterboarding als legitime Verhörmethode betrachtet? Muss man da überhaupt noch ein Wort drüber verlieren?

Anonym hat gesagt…

Dass die Richter des Supreme Court nicht wüßten, wo Europa liegt, halte ich für eine Unterstellung. Außerdem haben sie nur das getan, was ihre Aufgabe ist: am Maßstab der amerikanischen Verfassung geprüft, ob die Hinrichtung durch einen Giftcocktail eine von der Verfassung verbotene grausame oder unübliche Hinrichtungsweise ist. Der diesbezügliche Verfassungstext stammt aus dem 18. Jahrhundert. Insofern ist eine historische Auslegungsmethode, die auf die damals bekannten Hinrichtungsmethoden abhebt, völlig legitim. Ob die Todesstrafe an sich verfassungsgemäß ist oder nicht, hatte das Gericht nicht zu entscheiden, weshalb auch Richter, die die Todesstrafe ablehnen, an der Methodik selbst nichts auszusetzen hatten. Die Erregung in diesem Beitrag ist daher wenig nachvollziehbar.

Anonym hat gesagt…

„Insofern ist eine historische Auslegungsmethode, die auf die damals bekannten Hinrichtungsmethoden abhebt, völlig legitim.“

Dann frag ich mich warum sich (fast) die ganze Welt über die Todesstrafen in Persien oder China so echauffiert. Deren Methoden existieren ja immerhin schon seit über 1500-2000 Jahren.

Aufklärung, Fortschritt, Völkerrecht? Alles Mumpitz.

Werner Siebers hat gesagt…

Ein kanadischer Richter hat mich in Toronto ernsthaft gefragt, ob ich mit dem Flugzeug oder der Bahn angereist sei. Und die US-Amerikaner sind meiner Erfahrung nach noch weniger über das informiert, was außerhalb der eigenen Grenzen stattfindet als Kanadier.

Der "polemische Blödsinn" war von mir als tödlicher Ernst gemeint.

Anonym hat gesagt…

Daß ein Kanadier so ignorant ist, wundert mich. Vielleicht meinte er nur die letzten paar Kilometer, äh, Meilen?

 

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