14 März 2012

Gestelzte Polizeisprache

Gut, auch die Juristen haben eine manchmal für den Außenstehenden schwer verständliche oder zumindest kaum nachvollziehbare "Spezialsprache", aber was bei der Polizei so hin und wieder herauskommt, erreicht die Grenze der Sprachvergewaltigung.

Heute wurde ein Polizist als Zeuge im Amtsgericht Münster vernommen, dem vorgehalten wurde, dass sich bestimmte Details nicht aus seinem Bericht ergeben.

Der Zeuge daraufhin: Wenn man uns das gesagt hätte, hätten wir das verschriftet.

Andere hätten vielleicht die Idee gehabt, einfach mitzuteilen, dass man das dann aufgeschrieben hätte.


DEIN RECHT IST MEIN JOB
STRAFJURIST, bundesweite Strafverteidigung
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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also verschriftlichen kenn ich ja noch, aber verschriften?!

Anonym hat gesagt…

Ich habe vorsichtshalber auch im Duden nachgeguckt. Das Verb "verschriften" gibt es tatsächlich. :)

Gast hat gesagt…

Das hat wenig mit "Polizei" zu tun, sondern mehr mit den Schwierigkeiten von Nichtakademikern, sich in "amtlicher" Eigenschaft gewählt auszudrücken.

Bemerkenswert ist der akademische Dünkel der bloggenden Strafverteidiger, der sich in regelmäßigen Postings dieser Art ausdrückt, natürlich nicht zuletzt im Hinblick auf deren für jedermann sichtbare eigene sprachliche Unzulänglichkeiten (die zu rügen sie sich meist ja auch ausdrücklich verbitten ...).

 

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