11 November 2008

Das Ende des langen Weges - Castor lässt grüßen (IX)

Nun ist er da, der Müll, und die Frage, was bei einer möglicherweise geänderten Polizeistrategie und einer steigenden Zahl von teilnehmenden so genannten Autonomen bei zukünftigen Transporten alles passieren könnte, erfüllt mit Schaudern.
Begleitet von heftigen Protesten hat der elfte Transport mit hoch radioaktivem Atommüll nach fast 80 Stunden Fahrt das Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen erreicht. Die Behälter mit Resten alter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken trafen nach Mitternacht in Gorleben ein. Die Polizei löste zuvor mehrere Blockaden von Kernkraftgegnern auf. Die Beamten beklagten eine hohe Gewaltbereitschaft einiger Protestierer. Unter den Demonstranten waren laut Polizei auch 800 bis 1000 Autonome.
Quelle: dpa

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die autonomen Steineschmeißer kommen und gehen. Mal sind sie die nützlichen Idioten der Polizeichefs, um hartes Vorgehen zu rechtfertigen und den Widerstand zu diskreditieren, mal die nützlichen Idioten der Presse, die aufregende Bilder braucht. Dann kommen sie wieder jahrelang gar nicht. Das hat mit dem wirklichen Anti-Atom-Widerstand wenig zu tun. Niemand aus der Anti-Atom-Bewerung sieht irgend einen Sinn darin, Polizisten oder sich selbst zu verletzen, auch wenn die Wut noch so groß ist.
Gruß, florian

Werner Siebers hat gesagt…

Im Moment kommen sie leider nur und gehen nicht. Und eine sichtbare aktive Abgrenzung derjenigen, die ausschließlich friedlichen Protest wollen von denen, die auch oder zum Teil nur die Randale suchen, ist leider nicht erkennbar.

Anonym hat gesagt…

Lieber Kollege Siebers,
kommem Sie doch einfach das nächste mal im Wendland vorbei und verschaffen Sie sich selbst einen Überblick. In der Gefangenensammelstelle sind erfahrene Anwälte auch gefragt.
Wenn Sie sich frühzeitig melden, könnte ich Unterkunft und Versorgung sicher organisieren.

Anonym hat gesagt…

Nicht die Polizeistrategie sollte geändert werden, sondern sinnvoller wäre es die Transportstrategie zu ändern. Dann ließen sich viele Kosten und Hindernisse vermeiden. Was müssen die Transportdaten auch überall vorher angekündigt werden, damit auch jeder Möchtegernblockierer die Chance hat, sich da rechtzeitig einzufinden. Besser wäre es man versucht diese Daten geheimzuhalten. Man könnte auch mit 2 Zügen agieren, einem leerem und einem vollen. Den einen später losschicken, den Anderen früher. Das Recht zur Demonstration dagegen wird ja nicht eingeschränkt, nur muß man ja nicht gerade das Objekt der Demonstration zu den Demonstranten bringen. Man könnte ja auch den eigentlichen Zug tarnen. Oder man läßt die Behälter per Luftfracht, Flugzeug oder und Hubschrauber befördern. Möglichkeiten gibt es viele, leider werden sie zuwenig genutzt. Statt dessen geht man immer stur nachdem selben Schema: Bahntransport-Blockaden-Polizeieinsätze-Weitertransport vor.

Unknown hat gesagt…

Damit niemand wegen vorgeblich steigender Gewalt oder steigender Teilnahme von »Autonomen« (an denen ich erstmal nichts schlimmes finde, ich bin auch so autonom, wie es denn geht) schaudern muss: Es war eigentlich alles friedlicher als 2006. Und das bei dreimal so viel Teilnehmern. Leider wieder zwölf (vor zwei Jahren waren es ebensoviele) durch Demonstrantengewalt verletzte Polizeibeamt_innen, ich hoffe sehr, keine_r von denen wirklich schlimm/bleibend.

Und nein, das behaupte nicht ich, nicht sonst jemand parteiverdächtiges, das sagt das Innenministerium. (Heute war PK, Bericht zum Beispiel beim -- örgs -- Focus.)

Und: Die Abgrenzung findet sehr wohl statt. Oder erwarten die Kommentatoren aus der unkritischen Ecke ausgerechnet dort Gewalt? Quasi ein präventives Niederknüppeln von Gewaltverdächtigen? Jaja, so entpuppt sich die eben doch nicht gewaltfreie Denke. Ehrlich gesagt würde mich eine deutliche Abgrenzung von Gewalttätern in ganz vielen Bereichen freuen. Die Kumpanei mit ihnen ist aber ein etwas komplexeres Problem, das sicherlich hauptsächlich auf soziale Verbundenheit zurückgeht. Das gleiche Phänomen gibt es schließlich ja auch »in grün«, wenn das Wortspiel gestattet ist.

 

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