31 Januar 2009

Grausame Kälte, morgens um halb zehn in einem Gericht in Deutschland

Die Stimmung im Gerichtssaal des Amtsgerichts näherte sich dem Nullpunkt, sie wurde eisig. Die Zeugin in der Mitte des Saales begann zu zittern, ihre körperlichen Reaktionen waren wie ein Hilfeschrei.

Keiner konnte ihr helfen, das Gericht fragte weiter, auch der Staatsanwalt kannte keine Gnade, obwohl er selbst erkennbar unter dem Klima litt und als äußeres Anzeichen für sein Unbehagen die Robe noch enger um seinen Körper zog.

Ich verzichtete auf mein Fragerecht, weil ich nur noch darüber nachdachte, wie man so schnell wie möglich aus diesem vermaledeiten Gerichtssaal entkommen kann. Mein Mandant neben mir fluchte nur leise aber für mich deutlich vernehmlich: Scheiß Kälte hier!

Was war geschehen in diesen sonst nicht besonders dramatischen Strafverfahren, dass den Beteiligten das Blut beinahe in den Adern gefror?

Die Heizung war ausgefallen und die Techniker konnten so schnell den Fehler nicht finden. Aber nach der Vernehmung dieser armen frierenden Zeugin hatte der Richter ein Einsehen und vertagte die Verhandlung mit der Verabschiedung: Hoffentlich wird es nächste Woche etwas gemütlicher!

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