06 Januar 2009

Niedersächsische Polizei beschäftigt sich selbst

Wenn man sonst nichts zu tun hat, muss man sich selbst beschäftigen.

So handelt die niedersächsische Polizei. Bei einer Hausdurchsuchung wird ein Schlagring gefunden. Es ist auch nicht irgendein Fingerschmuck von Herrn Lagerfeld, der nur so ähnlich aussieht wie ein Schlagring, nein, es ist eindeutig ein Schlagring.

Diesen schickt dann die sachbearbeitende Polizeidienststelle zum Landeskriminalamt nach Hannover mit der Bitte, ein Sachverständigengutachten zu erstellen, das feststellt, dass der Schlagring ein Schlagring ist.

Dort nimmt man nun nicht etwa den Telekommunikationsvermittlungshandapparat in die Finger und fragt den Sachbearbeiter vor Ort, ob das Zeug, das er geraucht haben könnte, möglicherweise ein wenig stark gewesen ist oder ob ihm auf andere rätselhafte Weise die ein oder andere Tasse aus dem Schrank gefleucht ist.

Nein, man kommt dort gewissenhaft dem Auftrag nach und stellt auf einer DIN-A4 Seite ausführlich gutachterlich fest, dass der Schlagring ein Schlagring ist.

Sollte es mir irgendwann wieder unterkommen, dass das Landeskriminalamt, wie nicht selten, selbstbemitleidend gebetsmühlenartig mitteilt, wie überlastet es sei, werde ich mir meinen Teil denken, wobei diese Gedanken der Veröffentlichung nicht zugänglich sind, um zu verhindern, dass die Justiz mal wieder meinen könnte, ich beleidige Polizisten, wenn ich die Wahrheit sage.

Kommentare:

A John hat gesagt…

Auch Polizisten sind Beamte...

Anonym hat gesagt…

Nunja, bei Schlagringen mag das wohl eher noch einfacher sein, aber bei anderen Waffen nach dem Waffengesetz braucht man durchaus Fachleute.

Das Verfahren ist an sich nicht schlecht. Es ist wohl die sinnvollste Möglichkeit die Kapazitäten optimal zu nutzen; so bleiben keine Fachleute schlecht bzw. unbeschäftigt. Man könnte natürlich auch in jeder Direktion einen extra ausbilden, der dann ständig sich fortbilden muss, vermutlich auch nicht ständig ausgelastet wäre, so dass die Ausbildung auch nicht optimal eingesetzt wäre.

Das Problem ist offenbar nur, dass es beim LKA nicht unmittelbar abgearbeitet wird. Wohl ein einfaches Personalproblem.

Frontbumpersticker hat gesagt…

*g*

Man kann sich den Vorgang sehr bildhaft vorstellen.

 

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