24 Januar 2009

Wer Gras verkauft, muss nicht Gärtner sein

Wer sein grünes Gras, wohlgemerkt seinen Gartenabfall, verkaufen will, muss kreativ aber auch vorsichtig sein, denn es kann auch in die Hose gehen.
Manchmal kommt es wirklich blöd. Da will ein patscherter Dealer "gutes Gras zum Rauchen" verkaufen. Und gerät prompt an einen verdeckten Ermittler. Doch nicht genug der Malaise. Das "Gras" entpuppte sich buchstäblich als solches - nämlich als schlichter Rasen. Und nicht als Cannabiskraut. Was für die Anklage nicht ganz unwesentlich war.

Denn anstelle eines Drogendeliktes stand der Serbe Branimir P. (28) wegen gewerbsmäßigen Betruges vor dem Richter im Wiener Landesgericht! "Willst du was zum Rauchen?", hatte er dem vermeintlichen Kunden in einem Wiener Park angeboten. Und "Gras", hübsch verpackt in Cellophan anpries. Prahlerisch: "Das ist allerfeinste Ware aus Albanien."

"Schau mir in die Augen"
Auf die Frage nach der Qualität kam die filmreife Antwort: "Schau mir in die Augen, Kleiner." Selbst geraucht habe er es und deshalb sei er "so drauf". 18 Euro sollte das Tütchen kosten. Ein Schnäppchen. Was es auch war. Für den verdeckten Ermittler, der den "Dealer" hochgehen ließ.

Freilich habe er gewusst, dass der Grasschnitt aus dem Garten keinerlei verbotene Substanzen enthält, beteuerte P. (Verteidigung Alexander Philipp) vor Gericht treuherzig. Aber so war es halt Betrug: neun Monate Haft...

Quelle: krone.at

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1 Kommentar:

Mark Obrembalski hat gesagt…

Wenig gestört haben dürfte den Täter hingegen die Einziehung der Handelsware...

 

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