01 Februar 2009

Welche Nervenklinik will schon einen Papst in ihrer geschlossenen Abteilung?

Dass alte Männer hin und wieder dazu neigen, allein wegen ihres Altersstarrsinns allen möglichen Unsinn zu verzapfen, ist eine Binsenweisheit. In der Regel sind das aber Personen, die faktisch nicht mehr so richtig was zu sagen haben.

Furchterregend wird es aber, wenn ein solcher alter Mann mit seinen völlig - so wertfrei wie möglich ausgedrückt - weltfremden Entscheidungen aufgrund seiner Machtfülle den Weltfrieden negativ beeinflussen kann und auch gesellschaftliche Gefüge ins Wanken bringen kann.

Der Papst, der wir ja angeblich alle sind, daran sei erinnert, haut zur Zeit einen Klopfer nach dem anderen raus.
Papst Benedikt XVI. gerät wegen der Rehabilitierung des Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson immer stärker unter Druck. Der israelische Minister für Religionsangelegenheiten, Jizchak Cohen, drohte mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan. Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» empfahl Cohen, «die Verbindungen mit einer Körperschaft, in der Holocaust-Leugner und Antisemiten Mitglied sind, vollständig abzubrechen.»
Quelle: ddp

Und damit nicht genug:
Nach dem Streit um den Holocaust-Leugner Richard Williamson hat der Papst jetzt eine Entscheidung getroffen, die neue Kritik hervorruft. Benedikt XVI. ernannte den ultrakonservativen österreichischen Priester Gerhard Wagner zum neuen Weihbischof der Diözese Linz. Das teilte der Vatikan in Rom mit. Wagner hatte durch umstrittene Äußerungen Schlagzeilen gemacht. So warnte er unter anderem die Jugendlichen vor den «Harry Potter»-Büchern von J.K. Rowlings, weil er darin «Satanismus» am Werk sah.
Quelle: dpa

Einfach abwählen oder wegloben geht ja leider nicht. Einweisen? Aber wer will schon einen Papst in seiner geschlossenen Abteilung?

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Tja, man kann nicht alles haben. Weltfrieden und inneren Frieden.

Der Papst ist in seiner Linie vollkommen konsequent. Er will die kath. Kirche wieder vereinen und so stärken. Das bedeutet, dass er die konservativen Kräfte wieder reinholt ins Haus.

Das bedeutet aber dann auch, dass er gewisse Abgrenzung betreiben muss erstmal. Das haben die Protestanten gemerkt und jetzt merkens die Juden.

Die einzigen, die wirklich näher gekommen sind, sind die Orthodoxen. Die werden von ihm auch anerkannt als Kirche (im Gegensatz zu den Protestanten).


Und wenn Gefährdung des Weltfriedens zu reden, nur weil der Papst seine Politik weiterführt, ist lächerlich.

Der Weltfrieden wird durch Kriege im Irak oder Afghanistan gefährdet.Nicht durch die Hampeleien einiger religiöser Führer.

Anonym hat gesagt…

Ich möchte nicht wissen, in wievielen geschlossenen Abteilungen bereits echte oder vermeintliche Päpste einsitzen ...

doppelfish hat gesagt…

Haben wir nicht noch einen soliden Stahlzaun über? Von Heiligendamm, seinerzeit? Der müsste doch einmal um den Vatikan rum reichen, so teuer, wie der war.

Vielleicht oben noch hübsch Stacheldraht drauf, und ein Tor braucht man ja nicht einmal.

 

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